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Pressemitteilung vom 14.06.2016

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Volles Haus bei Jahreshauptversammlung von Haus und Grund

Gießen (-) Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Eigentümerschutzgemeinschaft Haus und Grund Gießen war nicht nur der kleine Saal der Kongresshalle restlos sondern auch ein Teil der Tribünen besetzt. Die Vorsitzende Christine G. Wagener konnte von 242 Neumitgliedern im Jahre 2015 berichten. Sie stellte zunehmenden Beratungsbedarf fest, der auch den letztjährigen Urteilen zu Schönheitsreparaturen geschuldet sei. Der Anstieg der Mieten sei in Gießen noch moderat, was sich in der vereinseigenen Mietdatei dokumentiere, so Wagener. Auch sei in Gießen im Unterschied zu Darmstadt oder Frankfurt die Einführung der Mietpreisbremse weder in Sicht noch notwendig. Allerdings forderte sie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für die Universitätsstadt, seien doch die in jüngster Zeit entstandenen Wohnungen zum größten Teil dem höher preisigen Segment zuzuordnen. Damit habe gerade die Mittelschicht von Wohnungssuchenden, die nicht von staatlichen Beihilfen profitieren könne, für die aber der neu geschaffene Wohnraum definitiv zu teuer sei, Probleme, Wohnraum zu einem angemessenen Preis zu finden.
Wagener unterstrich das Angebot von gutem und preiswertem Wohnraum in den Landkreis-kommunen, denn nicht jeder könne und müsse heute oder in Zukunft in einer Stadt wohnen. Dies sei auch nicht unbedingt erstrebenswert oder notwendig; jedoch müssten die infrastrukturellen Bedingungen auf dem Land den Bedürfnissen der Bewohner gerecht würden. Dazu zählte sie unter anderem gute Verbindungen des öffentlichen Personennahverkehrs, ausreichende Versorgung für den täglichen Lebensbedarf, schnelles Internet, Kindertagesstätten, Grundschulen, ärztliche Versorgung in erreichbarer Nähe.
Für 50 Jahre Mitgliedschaft im Verein Haus und Grund Gießen ehrte Wagener mit Urkunde und einem Blumenpräsent Walter Klier, Anneliese Lindenstruth und Hilde Strauf aus Gießen sowie die Eigentümergemeinschaft Wagner, Kolmer, Franke aus Pohlheim. Barbara Arnold, Brigitte Hedrich-Marny, Walter Schwalm, Elge Zehner und Rosemarie Zeller, die teilweise aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen konnten, erhalten ihre Urkunden zugestellt.
Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurde die Vorsitzende einstimmig in ihrem Amt bestätigt. Das gleiche Wahlergebnis erhielten auch der stellvertretende Vorsitzende Hans-Karl Seibert, die Schriftführerin Julia-Christina Sator sowie die Beisitzer Monika Rüb und Birger Rohrbach, die alle dem Vorstand bereits angehört hatten. Neues Mitglied im Vorstand ist Klaus Leithäuser, der als selbstständiger Handwerksmeister die Belange des Handwerks in Zukunft in diesem Gremium vertreten wird; auch er wurde einstimmig gewählt.
Im anschließenden Fachreferat ging die Geschäftsführerin des Gießener Haus und Grundvereins, Andrea-Barbara Walker, auf die Problematik von Schlüsseln bei Beginn und Ende eines Mietverhältnisses ein. Dabei räumte sie mit einigen weitverbreiten Irrtümern auf. So darf ein Vermieter nur dann einen Schlüssel für die vermietete Wohnung behalten, wenn er das mit der Mietpartei ausdrücklich vereinbare. Sie erläuterte auch, dass das Hinterlassen des Schlüsselbunds bei Mietende in der Wohnung oder im Briefkasten keine ordnungsgemäße Rückgabe der Mietwohnung darstelle und gab den Vermietern Hinweise, wie sie sich beim Wunsch des Mieters nach vorzeitiger Schlüsselrückgabe verhalten sollen. Mit vielen Fallbeispielen aus ihrer eigenen Beratungspraxis und etlichen Urteilen deutscher Gerichte illustrierte Walker die durchaus nicht einfache Materie. Für die Mitglieder hatte sie die wichtigsten 8 Tipps zur Mitnahme ausgedruckt.
Zum Schluss der Veranstaltung wies die Vorsitzende auf den im April 2017 in Gießen stattfindenden Landesverbandstag von Haus und Grund Hessen hin, dessen Ausstellung und Fachvorträge unter dem Motto „Wohnen im Alter“ stehen und in einem geselligen Abend einen traditionellen Tagesabschluss finden werde. Nach einem Hinweis auf die nächste, für alle interessierten Vermieter offene Informationsveranstaltung zum Thema Schönheitsreparaturen, die vom Vorsitzenden des Rechtsausschusses von Haus und Grund Deutschland, Wolfram Kieselbach, am 28. 6.2016 um 19.00 Uhr in der Kunsthalle bestritten wird, verabschiedete sie ein sichtlich informationsgesättigtes Publikum.

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